Activities, Begegnungen,
Reisen & Feste

Jean Pütz bei den Lions

Im Juni 2026 hielt der bekannte Wissenschaftsjournalist und ehemalige TV-Moderater Jean Pütz, der im September d.J. bereits 90 Jahre alt wird, für die Lions-Mitglieder einen Vortrag zu dem Thema

„Transformation der globalen Energiewirtschaft
durch grünes Methanol“

Jean Pütz moderierte u.a. von 1970 bis 2004 die “Wissenschaftsshow”, die “Hobbythek” usw. im Ersten Deutschen Fernsehen moderierte.

Viele Lions-Mitglieder waren beeindruckt vom Auftreten von Jean Pütz und fühlten sich geehrt, denn viele hatten mit den TV-Sendungen von Jean Pütz ihre Kindheit verbracht und sind Fortschritts- & Wissenschafts-Neugierig sozialisiert worden.

Grünes Methanol (E-Methanol) ist ein klimaneutraler Alkohol, der aus erneuerbarem Wasserstoff und biogenem Kohlenstoff oder CO₂ hergestellt wird. Es ist ein chemischer Schlüsselrohstoff und dient als alternativer Kraftstoff zur Dekarbonisierung schwer zu elektrifizierender Sektoren wie der Schifffahrt und der Luftfahrt.

Grünes Methanol wird auf nachhaltige Weise hergestellt und vermeidet fossile Ressourcen:
- Elektrolyse: Wasser wird mithilfe von grünem Strom in Wasserstoff umgewandelt.
- Der benötigte Kohlenstoff stammt aus Biomasse/Biogas oder wird direkt der Luft entnommen (Direct Air Capture - d.h. CO2-neutraler Rückführung aus der Luft).
- Katalyse: Die beiden Komponenten werden in einem Synthesereaktor zu Methanol (CH₃OH) verbunden.
Der heutige weltweite Flugverkehr ist mit ca. 3,5% an der CO2-Emmission beteiligt, der Schiffsverkehr mit weiteren ca. 3,5% und beide könnten durch Grünes Methanol komplett klimaneutral betrieben werden (Vergleich: Deutschland ist mit ca. 2% an den CO2-Emmissionen beteiligt). Mit Grünem Methanol könnte auch Grüner Stahl, Grünes Aluminium und Grüner Zement hergestellt werden.

Im Mai 2026 gab es eine Exkursion nach Süd-Italien, nach Neapel

Der Club-Ausflug der Lions-Düsseldorf-Königsallee in 2026 ging diesmal nach Süd-Italien, an die Amalfiküste, nach Neapel - unweit des noch immer aktiven Vulkans Vesuv, durch den einst die nahe gelegene Römerstadt Pompeji vor fast 2.000 Jahren verschüttet wurde.

Neapel bietet bedeutende Kunst und Architektur aus vielen Jahrhunderten - also hatte das Lions-Team viel zu besichtigen. Diesmal nutzten wir für die Anreise am Donnerstag, den 30.4.26 das Flugzeug und trafen uns abends zum ersten gemeinsamen Abendessen. Wir nutzten das verlängerte Wochenende rund um den 1. Mai. Die Rückreise war dann schon am Sonntag, den 3.5.26 - alles viel zu kurz für diese erlebnisreiche, aufregende und interessante Kulturstadt.

Es gab viel zu sehen: die Kathedrale von Neapel, der Duomo di San Gennaro mit seinen vielen Freskenverzierungen, der prächtige Königspalast, das Castel Nuevo - eine Burg aus dem 13. Jahrhundert und dann natürlich Pompeji, die alte, glamouröse Ansiedlung der Römer, die im Jahr 79 n. Chr. durch einen katastrophalen Vulkanausbruch des Vesuvs verschüttete, dann komplett vergessen und heute wieder ausgegrabenen wurde. Auf dem Weg nach Pompeji kam man auch an der Piazza Bartolo Longo vorbei, dies ist der Standort der päpstlichen Basilika mit dem Campanile, dem großen Glockenturm.

Den Vesuv konnte man schon direkt beim Anflug vom Flugzeug gut erkennen und fotografieren - er "dampfe" nur etwas ..... konnte aber auch Nebel sein.

Dann ging es zur beeindruckenden Metrostation Toledo (angeblich der schönsten U-Bahn-Stationen Europas), zum Bummel durch das quirlige neapolitanische Alltagsleben in die Altstadt, die von der "Spaccanapoli", einer langen schmalen Straße in zwei Hälften geteilt wird. Abends besuchte man noch den Piazza del Plebiscito, den größten Platz von Neapel, mit der blau beleuchteten Basilika San Francesco di Paola und den umliegenden Kolonnaden des Palazzo Reale. Außerdem war man beeindruckt vom Innenhof der Certosa di San Martino, einem ehemaligen Kartäuserkloster aus dem 14. Jahrhundert, das heute ein Museum ist.

Leider blieb für einen Abstecher nach Capri und in die Blaue Grotte - Welt-Attraktionen der Region Neapel - keine Zeit mehr. Dieser Trip hat Lust auf “mehr” gemacht - vor allem auch wegen des neapolitanischen Essens.

Am Samstag, den 14.6.2025 feierte der Club sein 25-jähriges Bestehen.

Club-Mitglieder berichteten u.a. über verschiedene Episoden aus der 25-jährigen Club-Geschichte.

Eine begnadete Saxophonspielerin unterhielt die Anwesenden beim Festessen mit Stücken wie “Strangers in the Night” bis zu Beatles-Songs.

Die neue Lady Governor des Districts und der Governor-Ratsvorsitzende für Deutschland waren anwesend und zeichneten besonders verdiente Club-Mitglieder aus.

Der Wirtschaftsclub Düsseldorf hatte für diesen besonderen Anlass der 25-Jahr-Feier ein wirklich festliches Menü zusammengestellt.

“Es war eine wunderschöne, abwechslungsreiche und stimmungsvolle Jubiläumsfeier” sagte Dr. Peter Zimmermann im Nachgang, er ist übrigens einer der Gründungsmitglieder des Lions-Club Düsseldorf-Königsallee.

Großes Charity-Konzert

zum 25 Jährigen Club-Jubiläum

mit den Bayer-Philharmonikern

In der Johanneskirche Düsseldorf am 15. März 2025


Gespielt wurden zwei Werke der Hochromantik: Max Bruchs „Kol Nidrei“ für Solocello und Orchester op. 47 sowie Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 e-Moll „Aus der neuen Welt“ op. 95 unter der Leitung des neuen Chefdirigenten Jesús Ortega Martinez der Bayer-Philharmoniker.

Jesús Ortega Martínez ist erst seit 2025 Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Bayer Philharmoniker. Mit Leidenschaft für die Erkundung neuer Repertoires und Konzertformate kombiniert er in seinen Programmen regelmäßig Werke aus Barock und Renaissance mit zeitgenössischer Musik.

Organisiert hatte dieses Benefiz-Konzert das Lions-Club-Mitglied Prof. Dr. Notker Polley - Musikbeauftragter der Lions und zugleich Cellist bei den Bayer-Philharmonikern.

Die Bayer-Philharmoniker feierten im vergangenen Jahr ihren 120. Geburtstag. Sie sind ein semiprofessionelles Orchester, das über 100 Jahre lang ein Teil des Unternehmens der BAYER AG war. Das Orchester finanziert sich aus Konzerteinnahmen und der jährlichen Spende seines exklusiven Sponsors und Namenspaten. Zum besonderen Profil der Bayer-Philharmoniker gehören ihre Vielseitigkeit und die Bandbreite ihres Repertoires.

Am Cello brillierte Cosima Gietzen, die Solocellistin der Bayer-Philharmoniker. Cosima Gietzen, geboren 1996 in Bilbao, erhielt ihren ersten Cellounterricht im Alter von 7 Jahren. Es folgte ein Studium an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf und der Royal Academy of Music in London, für die sie 2017 ein Stipendium erhielt. Als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie, der klassischen Philharmonie Bonn und dem Kölner Kammerorchester spielte sie bereits während ihres Studiums in renommierten Konzerthäusern. Solocellistin der Bayer-Philharmoniker ist sie seit 2019.

Fulminantes Benefiz-Konzert der Bayer-Philharmoniker auf Einladung des Lions-Clubs Düsseldorf-Königsallee!

Bruch schrieb sein „Kol Nidrei“ 1880 und griff mit der Melodie des ersten Teils den jüdischen Bußgesang „Kol Nidre“ (“Alle Gelübde“), den der Kantor am Vorabend des höchsten jüdischen Feiertags, des Jom Kippur, anstimmt, auf. Der zweite Teil verwendet Isaac Nathans Fassung von Lord Byrons Hymne „Oh Weep for Those that Wept on Babel´s Stream“. Das elegische Stück gehört zu den beliebtesten Werken für Solocello und Orchester.

Der tschechische Landsmann Dvořák komponierte seine 9. Sinfonie 1893, als er von 1892 – 1895 Direktor des Nationalkonservatoriums für amerikanische Musik in New York war und sich zeitweise in Spillville, einer Kleinstadt in Iowa, aufhielt. Das Werk verarbeitet tschechische Einflüsse, aber auch indianische bzw. indigene Musik. Die indianischen Einflüsse zeigen sich an harmonischen und rhythmischen Besonderheiten. Insbesondere das getragene Thema des Englischhorns im zweiten Satz greift die halbtonlose fünftönige Skala der Pentatonik auf, die für die Musik der Indianer typisch war. Auch vertont diese Melodie die Totenklage des Irokesenhäuptlings Hiawatha in Longfellows Gedicht über Hiawatha, dessen Partnerin Minnehaha verstorben war. Die Premiere der Sinfonie in der New Yorker Carnegie Hall 1893 war ein überwältigender Erfolg. Die Zeitungen schrieben zur großen Freude des Komponisten: „Noch nie hatte ein Komponist einen solchen Triumph“. Seitdem hat die 9. Sinfonie von Dvořák ihren Siegeszug um die ganze Welt angetreten und gehört zu den am meisten gespielten Sinfonien überhaupt.

Dvořáks 9. “Aus der neuen Welt” geriet am 15. März 2025 unter dem energischen Dirigat von Jesús Ortega Martinez nach Meinung der Lions und der zahlreichen Konzertgäste zu einem großartigen Erfolg, der der Uraufführung wohl in nichts nachstand.

Die Besucherin Ute Langen schrieb nach dem Konzert: “Es war grandios! Ich komme nicht aus der klassischen Musik und dieser Abend hat mich persönlich sehr abgeholt und ich werde nun „klassischer Musik“ -Gänger! Es war an einigen Stellen so berührend, das mir die Tränen kamen, weil es wirklich mein Herz berührt hat. DANKE an ALLE Musiker - vor allem an Cosima Gietzen, die mit ihrem Spiel alle Leidenschaft zur Musik transportiert hat”.

Musik für einen guten Zweck:

Ein Charity-Konzert

Das Mitglied des Lions-Clubs Düsseldorf-Königsallee, Dr. Amir Vahdat hat zusammen mit seiner Ehefrau Dr. Katarina Vahdat - beide renomierte niedergelassene Augenärzte in Düsseldorf - am 8. März 2025 für über 700 Besucher im ausverkauften Schuhmann-Saal in Düsseldorf ein Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Augenheilkunde organisiert.

Der Reinerlös der Veranstaltung (inkl. Spenden) betrug ca. 50.000,00 €. Hiervon gingen alleine 40.000,00 € an den Verein zur Förderung der Augenheilkunde in Düsseldorf e.V. Dieser Verein fördert seit über 30 Jahren die Augenheilkunde in Düsseldorf, u.a. um innovative medizinische Projekte zu unterstützen und den Zugang zu hochwertiger Versorgung für viele Menschen in den öffentlichen Augenklinken der Stadt Düsseldorf wie das St. Martinus Krankenhaus oder die Universitätsaugenklinik zu verbessern.

Das Publikum lauschte gebannt Chopins berühmten Préludes, Nocturnes, Balladen, Etüden und Sonaten, darunter die bewegende Marche funèbre und die brillante Grande Valse Brillante, die mit einer Ballett-Darbietung eine visuelle und emotionale Ebene erhielt.

Die 3 Pianistinnen erhielten lang anhaltenden, stehenden Applaus und es gab echte Begeisterungsausbrüche ….

Chopin’s Magic hat eindrucksvoll gezeigt, wie Musik, Kultur und Wohltätigkeit zusammenwirken können. Die Begeisterung des Publikums, der ausverkaufte Saal und die bewegenden Spenden zeigen: Gemeinsam können wir Großes bewirken!

14. November 2024 im Drei-Raum-Bistro:

“Traditionelles Gänseessen
mit kleinen musikalischen Einlagen”

Für die musikalische Unterhaltung sorgten diesmal Laura, die nach ihrem Jura-Studium nun Saxophon an der Robert Schumann Musikhochschule in Düsseldorf und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover studiert und Natallia, die aus Belarus kommt, seit 2018 in Deutschland lebt und gerade ihren Master an der Robert Schumann Musikhochschule in Düsseldorf macht. U.a. wurde “Musique de table” von Teleman und Tangos von Buckland und Gardel auf dem Saxophon gespielt, die Zugabe war “Por una Cabeza”.

 Eine alte Tradition wurde am 12.9.24 fortgesetzt:

Weinprobe - eine Reise durch Italien

Dr. Frederik Born hatte außer der Reihe zu einer Weinprobe eingeladen und wir trafen uns in kleiner Gruppe:

Wir starteten in Südtirol mit einem Sauvignon Blanc aus Terlan, besuchten anschließend die Weine aus dem Langhe (Barolo) und sahen dann, wie der französische Weinanbau eine Gegend urplötzlich zu einer der besten Weinanbaugebiete der Welt gemacht hatte (Bolgheri). Sodann erfrischten wir uns mit einem stets gefälligen Lugana (Lombardei), tranken einen “kleinen Braunen“ vom Montalcino im Süden der Toskana (Brunello), probierten einen Wein aus Apulien und schlossen mit einem hochgewachsenen Sizilianer. Ein absolut gelungener Abend! 

 Top-Benefiz-Veranstaltung 2024:

Kom(m)ödchen

Das Kom(m)ödchen-Ensemble: Maike Kühl, Martin Maier-Bode, Daniel Graf und Heiko Seidel mit “Quickies. Schnelle Nummern zur Lage der Nation – Staffel 2 - runderneuert“ brachten die Lions-Freunde zum Lachen, zum Schmunzeln, aber auch das eine oder andere Mal zum Nachdenken.

Eine Spende von 5.000 € ging anschließend an die Aktion Löwenstern e.V. zur Unterstützung krebskranker Kinder.

Vier Tage, ein verlängertes Wochenende über Christi-Himmelfahrt 2024:  

Exkursion nach Brüssel:

"Wieviel bestimmt die EU-Administration heute über uns?"

Besichtigung des Atomiums, Besuch des Hauses der Europäischen Geschichte, Parlamentarium, Parc Léopold, Parc du Cinquentenaire, und abends belgisches Craftbeer-Testing in einer lokalen Brauerei, Botanischer Garten, abendlicher Kneipenbummel, Rundgang durch die mittelalterlichen und barocken Stadtteile, Grote Markt, Männecken Pis, Kirche Église Saint-Jacques-sur-Coudenberg, Königspalast, Musée Magritte, Sablon- und Marollen-Viertel, Justizpalast mit Blick über die EU-Metropole, Schokoladen-Museum und natürlich die "Friterie" mit den besten Pommes der Welt ...

Neujahrs-Benefizkonzert 2024

Club-Mitglieder und viele Gäste lauschen der Musik

Der Erlös dieses Benefizkonzertes, noch aufgestockt von den Club-Mitgliedern auf 3.000 € ging an die NCL-Stiftung

Sonntag 16. Oktober 2022

Besuch des “Beton-Doms”

in Neviges (Velbert)
der Wallfahrtskirche „Maria, Königin des Friedens“

mit anschließender kurzen Wanderung durchs Bergische-Land
und einer bergischen Kaffeetafel zum Abschluss

In den 60er-Jahren des voriegen Jahrhunderts, als noch laufend neue katholische Kirchen gebaut wurden und nicht wie heute profaniert werden (Profanierung = Entweihung), war die alte Marien Wallfahrtskirche in Neviges aus dem Jahre 1682 zu klein geworden und der Architekten Gottfried Böhm hat den heutigen Nevigeser Wallfahrtsdom entworfen und gebaut. Der Bau ist Architektur-historisch dem sog. “Brutalismus” zuzurechnen, was aber keine Assoziation mit “brutal” bedeutet, sondern den Sichtbetonstil der Moderne bezeichnet. Die Fenster dieser Kirche geben dem eigentlich grauen Betonbauwerk eine besondere Farbe, die sich ständig mit dem Wetter und der Tageszeit ändert und unterschiedlich entwickelt. Einheimische nennen die Wallfahrtskirche auch einfach “Beton-Dom”.

Besonderheit: Am 23. September 1978 besuchte Karol Kardinal Wojtyła, ein großer Verehrer der Gottesmutter, mit einer Abordnung polnischer Bischöfe drei Wochen vor seiner Wahl zum Papst als “Johannes Paul II.” den Dom in Neviges.

Die ersten 20 Jahre

  1. Februar 2020

 Lions Club Düsseldorf-Königsallee feiert
20-jähriges Bestehen mit einem großen Ball

Reinhard Naujoks, Dr. Yves Heuser, DG Prof. Dr. Notker Polley, Präsident Dr. Peter Zimmermann und Seine Königliche Hoheit (v. l.). Foto LC Düsseldorf

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Lions Club Düsseldorf-Königsallee gab es am 1. Februar im Steigenberger Parkhotel in Düsseldorf einen Jubiläumsball. An gleicher Stelle, am 28. Januar 2000 - und damit nahezu auf den Tag genau vor 20 Jahren - wurde der Lions Club Düsseldorf mit einer Charterfeier gegründet.

Viele Mitglieder befreundeter Lions Clubs folgten der Einladung zu diesem feierlichen Anlass. Zusammen mit diesen und den Mitgliedern des Clubs sowie Ehepartnern, Familienangehörigen und Freunden trafen sich über 100 Personen.

Nach einem launigen Sektempfang durfte Dr. Peter Zimmermann, der diesjährige Präsident, die Gäste und Teilnehmer begrüßen und insgesamt durch die Veranstaltung führen. Neben ihm waren mit Dr. Yves Heuser und Reinhard Naujoks zwei weitere Gründungsmitglieder anwesend, die noch im Club aktiv sind. Daneben konnte auch der (nicht mehr bei Lions aktive) Gründungspräsident Stephan Heitmann begrüßt werden.

Neben einer Schilderung der Fundraising-Aktivitäten, die im Schnitt etwa 25.000 Euro pro Jahr an Spendengeldern generieren, lautete das Fazit des Präsidenten, dass der Lions Club Düsseldorf-Königsallee von der Gründungsfeier im Jahr 2000 mit wechselnden Mitgliedern und Präsidenten über diverse Aktivitäten und Fundraising auf eine 20- jährige Geschichte zurückblicken kann, in der die Pflege der Gemeinschaft ebenso im Vordergrund steht wie der Wille, anderen zu helfen, und dessen Umsetzung in Taten.

Natürlich durfte bei einem Ball neben dem hervorragenden Essen auch die ausgiebige Nutzung der Tanzfläche nicht zu kurz kommen. Diese stand zuvor aber auch noch für ein besonderes Ereignis zur Verfügung: Eine Karnevalsgarde aus Düsseldorf-Unterbach wurde begrüßt, die dem Jubiläumsball neben der feierlichen auch die fröhliche Stimmung vermittelte. Auch die musikalische Begleitung kam nicht zu kurz. Während des Sektempfangs und des Galadiners wurden die Ballgäste von der Pianistin Olga Andryushchenko dezent mit Jazz und leichter klassischer Musik begleitet. Die Tänzer unter den Ballgästen durften sich besonders über die einfühlsame musikalische Begleitung durch Mike Williamson freuen, der nicht nur als DJ, sondern auch als hervorragender Sänger in Erscheinung trat.

Ausflug nach Paris:
auf den Spuren von Heinrich Heine

Heinrich Heine ist einer der ganz großen Düsseldorfer. Nach ihm wurde sogar die Düsseldorfer Universität benannt. Heinrich Heine wurde am 13. Dezember 1797 mitten in der heutigen Düsseldorfer Altstadt, in einem Hintergebäude zur Bolkerstraße geboren. Er wurde zwar 1825 protestantisch getauft, ging aber 1815 ins Exil nach Paris (wo er 1856 auch starb), weil er als getaufter Jude Deutschland unter beruflicher Ausgrenzung und Antisemitismus litt. Doch die Liebe zu seiner Heimatstadt Düsseldorf blieb. Denn hier hat der junge Heine seine „Traumzeit“ verbracht, wie er seine Kindheitserinnerungen nennt. Heine kehrte 1819 und 1820 nur noch zu kurzen Besuchen nach Düsseldorf zurück.

Am 25./26. Mai 2019 machte der Lions-Club Düsseldorf-Königsallee einen Ausflug nach Paris – auf den Spuren von Heinrich Heine.

Morgens um 8:18 Uhr ging es mit dem Hochgeschwindigkeitszug Thalys zum Gare du Nord in Paris. Nach dem Einchecken in ein Hotel gab es einen Rundgang durch das „Quartier Heinrich Heine“, in dem er seine Mathilde kennengelernt hatte: Cité Bergère, Conservatoire Nationale, Passage des Panoramas, Bibliothèque Nationale, Rue Vivienne, Rue Poissonière und viele weitere „Heine-Orte“ wurden besucht, alles natürlich begleitet mit passenden Texten und Gedichten von Heinrich Heine. Zwischendurch gab es ein Mittagessen in Heines Lieblingsrestaurant, dem Au Rocher de Cancale, 78, rue Montorgueil. Am Sonntag ging es mit dem Pariser Literaturdozenten und Heine-Experten Emanuel Wendel zum Cimetière de Montmartre, wo eine Kranzniederlegung mit der Widmung „Dem großen Sohn unserer Stadt!“ am Grab Heinrich Heines erfolgte. Montmartre, Place Clichy, Porte St. Denis, St. Sulpice und weitere Heine-Orte wurden besucht – zum Schluss den Platz bei der Kirche St. Sulpice, in der Heine seine Mathilde geheiratet hatte.

 Exkursion ins Rheinische Braunkohlerevier

nach Gartzweiler

Der Lions-Club Düsseldorf-Königsallee veranstaltete eine Exkursion in das größte Braunkohlerevier Europas, zum Tagebau Garzweiler, um sich selbst einmal ein Bild hiervon zu machen.

Der durch die langjährigen Bürgerproteste begleitete Tagebau Garzweiler ist ein riesiges Braunkohle-Tagebau-Revier zwischen den Städten Bedburg, Grevenbroich, Jüchen, Erkelenz und Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Betreiber ist heute RWE Power, früher RWE Rheinbraun AG. Es umfasst ein Gebiet von 106 Quadratkilometern.

Entstehung: Die Braunkohle mit bis zu 100 m mächtigen Braunkohleflözen entstand in der Niederrheinischen Bucht aus weitflächigen Wäldern und Mooren, die sich in der Niederrheinischen Bucht vor ca 30 Millionen Jahren entwickelten. Über den in Senken abgelagerten Tonschichten bildeten sich Moore, deren Vegetation im Wasser nicht zersetzt werden konnte. Die so entstandenen geringmächtigen Torfe wurde durch Kies, Sand und Ton abgedeckt und es entstand die Braunkohle.

Umweltschäden: Abgesehen von den imennsen Kohlendioxid-Emissionen bei der Verbrennung der Braunkohle in den benachbarten Kraftwerken und der Grundwasserabsenkung, die zur Schädigung von Feuchtgebieten führte, wird der Tagebaubetrieb auch für eine Reihe von anderen Umweltproblemen verantwortlich gemacht, so z.B. für die Übersäuerung des Bodens in der Region. Um die Tagebaue trocken zu halten, ist ein Abpumpen des Grundwassers bis in Tiefen von mehr als 500 Metern erforderlich. Dadurch fallen Bäche und Feuchtgebiete trocken.

Zukunft: Als Folge der Bergbautätigkeit soll nach dem Abbau der Braunkohle das verbleibende Loch zu einem riesigen See umgestaltet werden. Ab 2030 sollen etwa 70 Jahre (!) lang rund 60 Millionen Qubikmeter Wasser jährlich aus dem Rhein in das Loch umgeleitet werden. Dieser See wird bis zu 190 m tief sein, eine Fläche von 23 Quadratkilometern besitzen und eine Füllmenge von 2 Milliarden Kubikmeter Wasser aufweisen. Der See würde damit in Deutschland nur noch vom Bodensee übertroffen. Welche Auswirkungen diese großen Wasserflächen auf das Klima des Rheinlandes haben werden, ist noch völlig unklar.

Pipelines mit Durchmessern von mehr als zwei Metern sollen vom Rhein bei Dormagen aus 45 km lang zu dem Braunkohleloch verlegt werden, um Rheinwasser in die Restlöcher der Tagebaue Garzweiler und Hambach mit mehr als 20 Billionen Liter Wasser zu transportieren.

Der immer häufiger mit Niedrigwasser kämpfende Rhein, wo immer häufiger auch die Schifffahrt eingeschränkt werden muss, soll hierzu vom Wasserstand her um 0,4 bis 2,4 Zentimeter (!) abgesenkt werden.